14.1) Einführung
14.1) Einführung
Was man behauptet...
Sie haben noch nie ein einziges Buch katalogisiert? Aber Sie haben gehört:
"Och, katalogisieren ist einfach, man braucht dafür keine langjährige Ausbildung!" (Volksweisheit)
"Katalogisieren ist langweilig" (ein Bibliothekar ... der nie katalogisiert hat)
"Meine Sekretärin kümmert sich darum, das ist billiger als jemanden einzustellen" (Uniprofessor)
"Katalogisierer sind pathologische Perfektionisten, sie sind ineffizient" (ein hoher Beamter)
"Katalogisierungsnormen anwenden? ja, aber ich habe spezielle Bedürfnisse, deshalb setze ich meine Normen selber fest" (ein anderer oder derselbe Professor...)
"Katalogisieren ist veraltet, was wir brauchen ist eine relationnelle Datenbank mit XML" (ein Informatiker)
Das Ziel
Katalogisieren erfordert:
- die Respektierung der Normen
- Strenge / Genauigkeit / Gründlichkeit ("rigueur")
- Methode
Respektierung der Normen
In der Schweiz gibt es zwei Regelwerke, die auf internationalen Normen basieren:
- die KIDS für die Deutschschweiz = http://www.informationsverbund.ch/27.0.html
- Récaro für die Romandie = http://www.rero.ch/page.php?section=catalogage&pageid=index
Diese Regelwerke enthalten gleichzeitig
- Katalogisierungsprinzipien
- Anwendungsregeln
- Beispiele
- das Format MARC21
IDS Basel/Bern, Lehrgang = http://www.ub.unibas.ch/wiki/babette/lehrgang/Lehrgang_V18.pdf
Strenge / Genauigkeit / Gründlichkeit
Katalogisierung erfordert grosse Präzision, absolute Genauigkeit, damit die katalographischen Daten korrekt und homogen sind.
Methode
Die Katalogisierung folt einer Methode, Etappen und gut definierten Prozessen.
In einem Wort ist Katalogisieren ein Hauptberuf!
Formalkatalogisierung / Sacherschliessung / Exemplarsatz (manchmal mit einer systematischen Signatur)

