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11) Die Signaturen

11) Die Signaturen

1) Die Wahl des Signaturensystems

 

a) Überhaupt keine Signatur

Nur für sehr kleine Bibliotheken

Oder nur für spezielle Bestände  (z.B. laufende Zeitungen)

 

b) Magazinsignatur

Nach Grösse und numerus currens (in der Reihenfolge der Katalogisierung)

Beispiel:

< 25 cm.: RAA 1, RAA 2, RAA 3, etc.

25 - 35 cm.: RAB 1, RAB 2, RAB 3, etc.

> 35 cm.: RAC 1, RAC 2, RAC 3, etc.

NB: der Altbestand hat manchmal alte systematische Signaturen.

Beispiel: UB Freiburg (und zahlreiche weitere Beispiele):

= http://www3.ub.uni-freiburg.de/index.php?id=1113

 

 

c) Freihandsignatur

Nach einer bestimmten Klassifikation:

  • Dewey
  • UDK (Universelle Dezimalklassifikation)
  • Regensburger Verbundklassifikation (RVK)
  • etc.
  • und zahlreiche gebastelte Systeme...

 

Beispiel : Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne, nach UDK

830"19"LOE7Kra

  • 830 = deutsche Literatur
  • "19" = 20. Jahrhundert
  • LOE = Anfang des Autoren (Loetscher, Hugo)
  • 7 = Werke des Autoren (8 = Werke über den Autor)
  • Kra = Anfang des Titels (Die Kranzflechterin)

 CDU BCU-Lausanne

 

 

d) Computergerierte Lagerung

Beispiel: Mo i Rana, Nasjonalbiblioteket Norge

 

 

 

2) Signaturen vergeben

Traditionnelle Methode: ein Register

 

Moderne Methode: automatische Vergabe der Signaturen

 

 

3) Signaturschilder drucken

Das Signaturschild muss wenn möglich per Programm gedruckt werden.

Beispiel: Programm BookLabelManager von Jean-Bernard Gonin

 BookLabelManager

 

 

4) Horrormuseum

 

Römische Zahlen

 

Gross- Kleinbuchstaben: es sind 3 verschiedene Signaturen!

 

 

Bände und Exemplare

XA 23 ( = Band 1, Exemplar 1)

XA 24 ( = Band 1, Exemplar 2)

XA 25 ( = Band 2, Exemplar 1)

XA 26 ( = Band 2, Exemplar 2)

 

"Physische" Signatur

 

 

Geschlossene Klassifikation

Classification fermée

 

 

5) Museum der Meisterwerke

 

Trockensiegel

 

Signaturschilder Biblioteca cantonale Lugano

 

 

"Doppelte" Signaturschilder ZB Berne

Etiquettes doubles ZB Berne

 

 

6) Einige Thesen

 

a) Signatur/ Exemplarsatz

 

Die Signatur hat nur eine Funktion: die Reihenfolge der Bücher auf dem Regal

  • RAA 12
  • RAA 13
  • RAA 14
  • etc.

 

Der Exemplarsatz enthält alle relevanten Information (Standort, Ausleihstatus, etc.)

 

 

b) Eindeutige Signaturen?

 

Müssen die Signaturen eindeutig sein? Nicht unbedingt

 

Magazin, ja!

RAA 1

RAA 2

RAA 2 a

RAA 2 b

RAA 3

RAA 4 : 1

RAA 4 : 2

RAA 4 : 2 a

RAA 4 : 3

Freihand: je nachdem...

Beispiel ZB Bern Freihand: eindeutige Signaturen

 

 

Beispiel GIBB Bern, nicht-eindeutige Signaturen (aber die Strichcodenummern sind eindeutig!)

 

c) Einfache Signaturen

Eine Signatur muss so einfach sein wie möglich:

  • einfach zu lesen
  • einfach zu kopieren

Die Signatur muss nur Standardzeichen enthalten:

  • Standardzeichen: 1 2 3 a b c A B C / - etc.
  • Zeichen,die man nicht brauchen muss:

Eine Signatur muss so kurz sein wie möglich, und so lang wie nötig.

 

 

d) Inhalt des Buches

Eine Magazinsignatur hat nichts zu tun mit dem Inhalt des Buches!

RAA 12345: ok

Litt XXXVIII 987: nein!

 

e) "Selbständiges" Signaturschild

Das Signaturschild muss eine abschliessende Information enthalten.

 

 

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